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"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein." (Albert Einstein)

TKSI – Woche 1 und 2

Ein Kommentar


Seit zwei Wochen bin ich in der Tagklinik für Störungen der sozialen Interaktion (TKSI). In dieser Tagklinik wird Autisten ein sechswöchiges Therapieprogramm angeboten, bei dem 10-12 Personen teilstationär von Montag bis Freitag täglich von 9 bis 15 Uhr sowohl Gruppentherapie als auch Einzeltherapie erhalten. In zwei Gruppen durchlaufen die Patienten ein Therapieprogramm, das aus einer Gruppentherapie (MATE), einer berufsorientierten Therapie, Entspannungs- und Achtsamkeitsanleitungen, Sportangeboten und Aktivitäten, um Kommunikation und Interaktion zu fördern besteht. Die Tagklinik eröffnete am 10.04.17 und ich hatte das Glück, gleich beim ersten sechswöchigen Therapieturnus mit dabei sein zu dürfen.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden – ich bin überaus froh, in der Tagklinik so schnell einen Platz bekommen zu haben. Und ich will keinesfalls undankbar erscheinen, wenn ich im Folgenden auch kritisch die vergangenen zwei Wochen reflektiere. Mir war durchaus klar, dass es ein zweischneidiges Glück ist, bei den ersten Patienten mit dabei zu sein. Denn wenn eine Einrichtung neu eröffnet, ist davon auszugehen, dass noch keine Fehler gemacht worden sind und noch nicht alles hat auffallen können, was nicht funktioniert.

Ich habe Ereignisse immer schon am besten verarbeitet und am meisten dabei gelernt, wenn ich sie aufgeschrieben hatte. Dabei kann ich meine Erfahrungen sortieren, reflektieren und mir darüber klar werden, was sie für mich bedeuten. Außerdem hatten mich sowohl meine Psychiaterin als auch die nette Frau vom Netzwerk Autismus gebeten, ihnen meine Erfahrungen in der Tagklinik rückzumelden und zu berichten, wie es mir bei meinem Aufenthalt ergangen ist, bzw. was für mich hilfreich war. Mittels dieser Reflexion kann ich beides gleichzeitig erledigen. Für die erbetene Beurteilung meiner subjektiven Einschätzung, welche Therapieangebote am hilfreichsten waren, werde ich noch eine Matrix erstellen.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten in der ersten anstrengenden Woche, die dank Osterfeiertagen kurz war, haben sich in der zweiten Woche der Stundenplan und der Programmablauf einigermaßen geklärt. Leider konnten auch in der zweiten Woche noch nicht alle geplanten Therapiemöglichkeiten angeboten werden. Scheinbar gibt es klinikintern noch Abstimmungsschwierigkeiten, was die Raumplanung betrifft und bestellte Dinge werden verzögert geliefert.

Sehr positiv empfand ich, dass in der sogenannten Morgenrunde die Patienten nach Wünschen und Verbesserungsvorschlägen gefragt werden. Auf nahezu alle Vorschläge ist insofern eingegangen worden, dass gewünschte Materialien bestellt  bzw. beantragt wurden. Leider werden die bestellten Dinge, wie beispielsweise Spiele, Couchtische oder auch schallschluckende Wandverkleidungen, voraussichtlich erst in sechs bis acht Wochen geliefert. Das freut mich für die Patienten des nächsten Turnus. Aber im Moment ist die Akustik in den Therapieräumen für lärmempfindliche Menschen wie mich leider noch schwierig.

Ebenfalls sehr positiv ist für mich der wertschätzende Umgang mit den Patienten. Es wird darauf geachtet, dass jeder in der Gruppe dort abgeholt wird, wo er steht und stets positive Feedback für jedweden Beitrag erhält. Außerdem finde ich sehr gut, dass versucht wird, den Redeanteil der Patienten gerecht zu verteilen und dass jeder bei einer Frage persönlich angesprochen wird. So kann es nicht passieren, dass redegewandtere Patienten diejenigen, die es nicht sind, daran hindern, sich zu äußern. Und es kann sich keiner in der Menge verstecken. Wobei die Menge mit derzeit fünf Patienten in der Gruppe recht übersichtlich ist.

Inhaltlich ging es in der Gruppentherapie (MATE) bisher um Psychoedukation zu den Themen Autismus und Depression. Die Daten und Fakten zum Thema selbst waren mir bereits bekannt und insofern für mich eher redundant. Aber es ist sinnvoll alle Patienten auf denselben Wissensstand zu bringen. Das Neue für mich waren Informationen zu den vermuteten Ursachen von Autismus bezüglich prä-, peri- und postnataler Einflüsse durch Infektionen. Es hat mir ungemein geholfen, dass mir jemand an praktischen Beispielen erklärt hat, was unter den Diagnosekriterien subsummiert werden kann. Ich habe jetzt endlich, dank der Erklärung der Therapeutin und den Beispielen der anderen Patienten, eine konkrete Vorstellung von den Auswirkungen meiner eigenen Autismus-Spektrum-Störung. Ich traue mir zu, besser einschätzen zu können, was zum Autismus gehört und was eine Persönlichkeitseigenschaft von mir ist oder eine Folge der Depression.

Ein subjektiver Kritikpunkt ist, dass es zwar einen Stundenplan gibt, in dem die offiziellen Anfangs- und Endzeiten der jeweiligen Therapien eingetragen sind, an die sich aber die Therapeuten nicht halten. Bisher hat noch keine Veranstaltung pünktlich begonnen. Bis auf die Morgenrunde, die stets vorzeitig beginnt und nie so lange dauert, wie im Stundenplan angegeben, haben alle Therapieangebote entweder zu spät begonnen oder sind ganz ausgefallen. In der ersten Woche leider, ohne dass den Patienten Bescheid gegeben wurde, so dass man im ungünstigsten Fall mehrere Stunden mit unsicherem, verwirrten Warten zubrachte, um danach zu erfahren, dass heute nichts mehr stattfindet, man ergo eigentlich hätte heimfahren können.

Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass die Anwesenheitszeiten von 9 bis 15 Uhr ausgeschrieben ist, darüber beklage ich mich sicher nicht. Man hätte die Wartezeit auch dazu nutzen können, sich mit den Mitpatienten auszutauschen – das gehört wohl auch mit zur Therapie. Nur bin ich natürlich nicht selbst auf diese Idee gekommen, das wurde uns in einer Morgenrunde in der zweiten Woche gesagt. Im Nachhinein schäme ich mich direkt, dass mir etwas so Offensichtliches nicht klar war.

Nochmal zurück zur (Un)pünktlichkeit: Vielleicht gehen die nichtautistischen Therapeuten gelassener mit Zeit um, eventuell gilt ja auch die akademische Viertelstunde, dies sind die derzeitigen Hypothesen einiger Patienten. In meiner nächsten Oberarzt-Sprechstunde werde ich danach fragen, ich habe es auf meine Fragenliste gesetzt. Eventuell soll ja auch meine Belastungsfähigkeit getestet werden. Oder mein Durchhaltevermögen. Oder es soll meine Flexibilität, als Autistin mit Planänderungen umgehen zu lernen, gefördert werden. Falls Letzteres, dann muss ich in dieser Hinsicht eingestehen, dass ich bisher weder anpassungsfähig, noch lernfähig bin, denn es hat mich jeden einzelnen Tag belastet und bei mir Stress erzeugt. Ich vermute, dass die Therapeuten wissen, wie schwer es mir fällt, mit Unpünktlichkeit und nicht eingehaltenen oder kurzfristig veränderten Planungen umzugehen. Fast alle Therapieangebote sind wirklich hilfreich für mich, aber ein Teil des hilfreichen Aspektes wird in meinem Fall leider zunichte gemacht, wenn durch Unpünktlichkeit Stress erzeugt wird, der (in meinen Augen) nicht sein müsste. Ich sehe es als echt harte Herausforderung für mich an, geduldiger mit Unpünktlichkeit umgehen zu lernen.

Irrtümlich bin ich davon ausgegangen, dass die Aufenthaltsraumnummerierung mit der Gruppenzugehörigkeit zu tun hat. Ich habe mich deshalb nur in „meinen“ Raum gesetzt und wäre auch weiterhin davon ausgegangen, dass ich im anderen Raum nichts zu suchen habe. Zum Glück wurde das auch in der Morgenrunde angesprochen. Die Patienten haben die freie Wahl und sollen sich sogar bunt durchmischen, um sich alle kennenzulernen. Gut, dass mir das gesagt wurde.

Nur die Umsetzung ist schwierig für mich. Es hat sich zumindest in „meinem“ Raum bereits eine Platzordnung eingebürgert, jeder in meiner Gruppe sitzt in den Wartezeiten zwischen Therapieangeboten stets auf demselben Platz – mittlerweile wäre ich vermutlich sogar sauer, wenn sich jemand auf den Platz setzen würde, den ich in Gedanken als „meinen“ Platz ansehe. Außerdem ist es in „meinem“ Raum angenehm still. Jeder sitzt mit Kopfhörer auf seinem üblichen Platz und beschäftigt sich den überwiegenden Teil der Wartezeit ruhig mit sich selbst. Durch die Wand dringt manchmal ein Geräuschpegel, der mich sowieso dazu veranlassen würde, aus dem anderen Raum zu fliehen. Wie obiger Formulierung unschwer zu entnehmen ist, habe ich mich bisher nicht dazu überwinden können, in den anderen Aufenthaltsraum zu gehen und mich dort niederzulassen, um neue Kontakte zu knüpfen. Ich lache über mich selbst, denn kaum vergehen gerade einmal zwei Wochen, habe ich also bereits funktionierende Routinen entwickelt, von denen ich nicht mehr abweiche.

Es gibt auch eine Küche mit Tisch, in der neben einer Spülmaschine, die wohl einige Patienten noch nicht entdeckt zu haben scheinen – anders kann ich mir die Tassen und Teller, die ich jeden Nachmittag dort einräume nicht erklären – auch eine wunderschöne, futuristisch anmutende Mikrowelle existiert. Das Besteck in der Besteckschublade habe ich übrigens auch bereits nach Form sortiert. Ich kann nicht anders, außerdem hat es mich beruhigt. Ich brauche Ordnung um mich herum.

Zwar kann man in der Klinikkantine sowohl Frühstücken als auch Mittagessen, das habe ich aber nur einmal ausprobiert und für mich beschlossen, dass ich es in Zukunft besser sein lasse. Es liegt nicht an der Qualität des Essens, die war das Eine mal wirklich gut, es gibt sogar vegetarische Gerichte, sondern an der Lautstärke und dem Hall in der Kantine. Leider bin ich zu lärmempfindlich. Ich könnte mir eigentlich etwas zu Essen, das ich aufwärmen muss, mitnehmen, das scheiterte bisher an der nicht beiliegenden Bedienungsanleitung für die Mikrowelle, die ich einfach nicht zum Laufen brachte. Dies sprach ich in der Morgenrunde an, woraufhin sofort zugesagt wurde, dass die Bedienungsanleitung in die Küche gelegt werden würde. Die Mikrowelle sieht wunderbar unbenutzt aus, somit hat sie scheinbar noch niemand ausprobiert. Netterweise hat mir inzwischen ein Mitpatient die Funktionsweise erklärt. Also könnte ich ab nächster Woche auch einmal etwas anderes als mein Müsli mitnehmen. So wie ich mich kenne, bleibe ich aber die ganzen sechs Wochen beim Müsli. Sicher einseitig, aber immerhin gewohnt und gesund. Ich von meiner Seite habe überhaupt kein Problem damit, wochenlang in dieser Küche dasselbe zu essen, während alle anderen in der Kantine verschwinden. Ich freue mich über die Ruhe und kann beim Essen die zahlreichen Eichhörnchen beobachten, die die Bäume vor dem Fenster hochklettern.

Andere technischen Dinge sind scheinbar im Vorfeld ebenfalls nicht im Einsatz gewesen. Was mich sehr verwundert hat, ist, dass wohl die Testsoftware bisher nicht eingesetzt  wurde. Auch die Hardware-Seite hat nicht sofort funktioniert. So konnte beispielsweise das System die erhobenen Daten eines Teils der Probanden nicht speichern, nachdem meine Gruppe einen zumindest mich sehr anstrengenden Reaktions-/Konzentrationstest am PC absolviert hatte. Der Fehler lag darin, dass nach Testende die Daten aller Teilnehmer nicht erfasst werden können, wenn alle in der Gruppe mit derselben Kennung den Test starten. Die Erklärung, dass davon ausgegangen wurde, dass die Daten wie bei den vorherigen Testungen unter der jeweiligen Patienten-E-Mail-Adresse gespeichert werden würden, war irritierend für mich. Denn der Zugang zu diesem Test wurde mir nicht per Link an meine E-Mail-Adresse übermittelt. Sondern jeder in der Gruppe setzte sich beliebig vor einen der vorhandenen Laptops und startete den Test mit derselben Kennung. Der Einzige, dessen Daten gespeichert wurden, war der, der am Schnellsten fertig wurde, danach hängte das System sich auf. Hinterher eigentlich logisch. Und genauso logisch, dass die Daten der Teilnehmer nicht unter deren E-Mail-Adresse gespeichert werden können. Denn woher soll der Laptop wissen, welcher Patient da gerade vor ihm sitzt?

Ich habe mich nicht nur bei diesem Test als Software-Testerin betätigt. Einige der bisherigen Tests haben sich von mir ein zweites Mal aufrufen lassen, was ungewöhnlich ist. Ich kenne es so, dass ich mit einer Kennung nur einmalig Zugang zu einem Test habe. Es sollte nicht möglich sein, dass ein Proband zigmal denselben Test macht, das produziert nur Datenmüll. Wahrscheinlich ist es normal, dass es einige Zeit dauert, bis eine Testreihe am Computer fehlerfrei läuft. Ich betrachte das jetzt einfach mal als Beta Version. Ich darf jedenfalls diesen Reaktions-/Konzentrationstest nächste Woche nochmals ganz von vorne machen. Wobei ich nun den Vorteil habe, dass ich weiß, wie lange die einzelnen Blöcke dauern und was mich erwartet. Das dürfte dann auch nicht mehr so anstrengend für mich werden.

Interessant für mich persönlich ist natürlich die Testkonstruktion. Ich frage mich bei jedem Test, welches Merkmal die Testkonstrukteure damit messen wollen. Bei den Fragebögen bewerte ich für mich, ob die Skala an die Fragestellung angepasst wurde, ob die Skala mit gerader oder ungerader Auswahlmöglichkeit sinnvoll ist hinsichtlich der Tendenz zur Mitte, wie wohl die Punktverteilung aussieht. Und ich denke darüber nach, ob in meinen Augen der Fragebogen optimal lang ist, das Item sinnvoll formuliert ist und weshalb eine Invertierung erfolgte. Ich denke zusätzlich über die möglichen Störfaktoren bei der Testung nach und frage mich, ob diese bei der Auswertung der Daten berücksichtigt werden. Sprich: Ich wende meine Kenntnisse aus meinem Studium an, was mich freut, weil ich das Gefühl habe, nicht umsonst studiert zu haben.

In der zweiten Woche fand dann auch ein Teil des Sportprogramms statt.  Jeder Patient sollte sich entscheiden, an welchem der beiden Angebote, sanftes Walking oder Yoga, er teilnehmen wollte. Zumindest einmal sollte man sich das Angebot ansehen. Auch sportunbegeisterte Patienten sollten mitmachen. Das finde ich sehr lobenswert, denn nach meiner Erfahrung hilft Sport bei vielen Problemen. Unter anderem wirkt sportliche Betätigung stressabbauend, gesundheitsfördernd und entspannend. Da ich in der Vorwoche auf den vor der Turnhalle hängenden Stundenplan geschaut hatte, wusste ich, dass sich die beiden Angebote zeitlich nicht überschnitten und meldete mich für beide an. Andere Patienten machten es mir nach. Sowohl das „sanfte“ Walken als auch Yoga fand mit anderen Klinikpatienten, also Nichtautisten statt.

Die Anwesenden beim Walken wurden gefragt, ob sie lieber schneller oder lieber langsamer gehen wollen würen. Lustigerweise teilten sich sämtliche Autisten, auch die, die vorher gemeint hatten, Sport sei nicht so das ihre, selbst in die schnelle Gruppe ein. Wir waren dann eine reine Autistengruppe. Die Walking-Anleitung war erfreulich kurz und erschöpfte sich in dem Hinweis, die Stöcke gegengleich den Füßen einzusetzen. Danach wurden wir noch bis zum Parkeingang begleitet und dann alleine losgeschickt, wobei ein Wandererfahrener zum Glück die Führung übernahm. Wer weiß, ob zumindest ich ansonsten in der unbekannten Umgebung zurückgefunden hätte. Der Anführer führte die Gruppe stockunfallfrei durch den angrenzenden Park und sogar den dortigen Berg hinauf – so man den Hügel so nennen darf. Nach immerhin einer dreiviertel Stunde gar nicht so sanften Walkens hatten alle Autisten gemeinsam wieder die Turnhalle erreicht, stellten ihre paarweise aneinandergekletteten Stöcke davor ab und gingen einzeln zurück in die Tagklinik.

Das anschließende Yoga war für mich eine Art Offenbarung. Ich hatte mir vor acht Wochen eine Oberarmverletzung zugezogen, die zu einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter geführt hatte. Neben meinen sonstigen Schlafstörungen kam seither jede Nacht noch mehrfaches schmerzbedingtes Erwachen dazu. Ein konsultierter Arzt hatte mir eine Spritze in das Schultergelenk gegeben und mir empfohlen, mich ruhig zu halten und zu schonen, nach sechs Wochen könne ich wiederkommen, um operiert zu werden. Hatte ich allerdings garantiert nicht vor, angstbedingt wäre ich dort nicht mehr hingegangen. Seit dem Yogaangebot, bei dem ich bei vielen Übungen über meine Schmerzgrenze ging, um pflichbewusst wenigstens halbwegs ordentlich mitzumachen, haben sich meine Schmerzen signifikant verringert. Ich erhoffe mir jetzt in den nächsten vier Wochen durch meine Teilnahme am Yoga eine weitere Mobilisierung des Schultergelenkes und ein Verschwinden des diagnostizierten Impingementsyndroms. Damit wäre wieder ein Problem gelöst.

Nach zwei Wochen kann ich zusammenfassend sagen, dass mir mein Aufenthalt in der Tagklinik und die Therapie weiterhilft und mir etwas bringt. Und zwar wesentlich mehr als nur die Sicherheit, noch die nächsten vier Wochen einen Plan zu haben, was ich jeden Tag tue, statt depressiv daheim zu sitzen und mich zu fragen, wie ich eine neue Arbeitsstelle finde und wie es eigentlich weitergehen soll. Ich bin gespannt, was die nächsten vier Wochen mir noch an Lernerfahrungen bringen werden. Ich freue mich seit langer Zeit endlich einmal wieder, unter der Woche morgens aufzustehen und in die „Arbeit“ fahren zu dürfen. Der Tagklinikaufenthalt ist damit zu vergleichen, die Therapieangebote strengen mich teilweise richtig an. Aber es ist eine positive Anstrengung, die mich weiterbringt. Bei einer drohenden Überlastung kann ich jederzeit pausieren. Alle Therapeuten, die mir bisher begegnet sind, waren zugewandt und sehr nett. Und ich bin sehr dankbar für die individuelle Unterstützung, die ich in der Tagklinik erhalte.

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